Blog-O-Quest #16 – Mein Jahresrückblick

Die Fragen für den Blog-O-Quest #16 stammen von Greifenklaue.

1. Für 2017 habe ich mir in punkto Rollenspiel vorgenommen…

…öfter fremdzugehen. Und nein, ich rede hier nicht von meinen erotischen Fantasien. Ich spiele gerne in neuen Runden zu Gast. Mit Leuten, mit denen ich noch nie gespielt habe. Das hilft mir, meinen Spiel- und Spielleiterstil zu reflektieren und bringt meist tolle Inspirationen. Oder wenigstens die Erkenntnis, wie ich es auf keinen Fall machen möchte.

2. Das beste/einprägsamste Erlebnis 2016 in deiner Rollenspielrunde war?

Meine Space-Alert Kampagne. Das Kampagnensetting habe ich gemeinsam mit den Spielern entworfen. Die Story war für die Spielercharaktere maßgeschneidert und die Spieler zeigten viel Eigenmotivation. In der gesamten Kampagne der einprägendste Moment war, als die Spielercharaktere unehrenhaft aus dem Weltraumforschungsdienst entlassen wurden, obwohl sie kurz zuvor noch von Orden und Belobigungen geträumt hat. Einer der Spieler meinte dann, das wäre fast so hart gewesen, als hätte er im echten Leben seinen Job verloren. Wenn die Spieler so tief in die Story und ihren Charakter eintauchen, dann weiß man als SL, dass man etwas richtig gemacht hat. Aber Ehre wem Ehre gebührt: Mindestens 50% des Kampagnenerfolgs ist den Spielern und ihren tollen Backgroundstories und ihrem Spiel geschuldet.

3. Welches Rollenspielprodukt hat dich im vergangenen Jahr am meisten erfreut?

Da streiten sich Malmsturm und die Fate-Variante von Achtung Cthulhu! Malmsturm empfinde ich als sehr sinnvolle Weiterentwicklung der Fate-Regeln und Achtung Cthulhu hat mir die Augen für ein sehr spannendes Setting geöffnet. Als jemand, der sich für jüngere Geschichte interessiert, finde ich den Zweiten Weltkrieg ja recht interessant, aber irgendwie war diese Zeit rollenspielerisch eine Tabuzone für mich.

4. Welchen SC hast du am meisten gespielt in 2016, welches System war das und an was werden sich die Mitspieler erinnern?

Das war – und ist auch noch – Käptain Vasco Brent, seines Zeichens Mutant und Kapitän des Trimarans „Seahawk“. Wohnhaft auf der ehemaligen, im Ozean treibenden Ölbohrplattform „Liberty“. Gespielt wird in etwa nach Fate Core, in Erinnerung wird wohl sein Signaturspruch und Lieblingsaspekt belieben: Ihr kriegt mich nie, ihr Landratten! Das schöne daran, ist dass Spruch und Aspekt nicht bei der Charaktererschaffung am Reißbrett entworfen wurde sondern sich im Spiel ergeben hat, als er einige Male hintereinander seine Verfolger hinter sich gelassen hat.

5. 2016 gilt als Jahr vieler toter Promis. Gab es auch tote SC in euren Runden?

Unser Versuch die Pathfinder-Kampagne „Rise of the Runelords“ zu spielen brachte zwei Total Party Kills und ein paar Einzeltode, bis wir den Hut drauf gehaut haben. Die gamistischen Schwergewichte sind wohl endgültig nichts mehr für mich.

Bonusfrage: Welches war dein Lieblingskarneval? Gibt es ein Thema, welches du dir dort wünschen würdest?

Mein Lieblingsthema war Aufstände, Rebellionen, Unabhängigkeitskriege. Das Thema hat mich zu einem Artikel inspiriert, der mir sehr viel Spaß gemacht zu scheiben und ist deutlich umfangreicher geworden als ursprünglich geplant.

Ein bestimmtes Thema wünsche ich mir nicht: das Tolle am Karneval der Rollenspielblogs ist für mich, dass es mir Ideen für neue Artikel liefert. Hätte ich einen Wunsch für den Karneval, würde ich auch ohne Karneval darüber schreiben.

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